Ginseng

Dr. rer. nat. Torsten Schmidt-Bader ist promovierter Industrie-Pharmazeut und Fachapotheker für Analytik. Seine Forschungen führten ihn zu den “bioaktiven” Stoffen in unseren Lebensmitteln, woraufhin er den HiQ-Standard entwickelte, der über aktuelle Arzneibuch-Anforderungen hinausgeht.

HiQ Ginseng ist heute der erste und einzige ultrareine Vollspektrum-Ginseng in Arzneibuch-Qualität aus nachhaltiger EU-Aqua-Kultur.

Wie Ginseng wirkt

Lieber Torsten, wir haben uns auf einem Kongress kennengelernt und sind gleich ins Gespräch gekommen. Als von Diensten geplagte und häufig müde Ärztin war ich natürlich sofort interessiert an einem Wundermittel, das die Müdigkeit beseitigt und die Konzentration erhöht. Gleichzeitig war ich als sozialisierte „Schulmedizinerin“ von Anfang an aber auch skeptisch. Erzähl doch mal, wie soll das wirken?


Dass Ginseng wirkt, lässt sich aus der Erfahrung der fernöstlichen Medizin ableiten. Wie Ginseng wirkt, ist etwas schwieriger zu beantworten, aber ich werde es versuchen.

Zunächst einmal zum Erfahrungsschatz der fernöstlichen Medizin:

Die chinesische Kräutermedizin entwickelte sich vor 5.000 Jahren, und von Anfang an war die Ginsengwurzel eine der herausragenden Heilpflanzen der Chinesen und Koreaner.

Zum ersten Mal hat der legendäre Kaiser Shen-Nung die zahlreichen Wirkungen von Ginseng in seinem Buch Shen Nung Benchau Jing irgendwann zwischen 3.500 und 2.500 v.C. beschrieben. Unter den 365 verschiedenen Pflanzen hat er Ginseng schon früh als „Kaiserkraut“ bezeichnet.

Weitere traditionelle Medizinbücher Chinas, Koreas und Japans aus verschiedenen Epochen sprechen der Wurzel zahlreiche „allheilende“ Wirkungen zu. Sie soll die geistige Aktivität erhöhen, die Stimmung stärken und auch das Gedächtnis verbessern. Sie soll krankmachende Faktoren ausschalten und so ganz allgemein die Gesundheit fördern.

Ginseng verbessere die Sehschärfe und die Wundheilung und wirke lebensverlängernd, wenn er langfristig eingenommen wird. Darüber hinaus soll Ginseng bei vielen chronischen Krankheiten helfen, beispielsweise bei Krebs, Diabetes mellitus, Stress und Erschöpfungszuständen.

Dann kommen wir jetzt zum „Wie“ und den westlichen Bestrebungen, das Wirkprinzip zu verstehen:

Angesichts der positiven Erfahrungen des fernen Ostens rückte der Ginseng in der westlichen Wissenschaft immer mehr in den Fokus. Dabei war die Ginsengpflanze seit jeher ein Wunderwerk der Natur und enthält eine Fülle von Inhaltsstoffen. Zu den Inhaltsstoffen zählen neben den Ginsenosiden und Gintoninen auch ätherische Öle, Antioxidantien, Polyacetylenalkohole, Peptide, Aminosäuren, Polysaccharide, Mineralstoffe und Vitamine.

All diese Substanzen können positive Wirkungen für die Gesundheit entfalten. Das ist auch der Grund, warum es schwierig ist, den genauen Wirkmechanismus zu entschlüsseln.

Im Jahr 1962 begannen japanische Wissenschaftler unter der Leitung von Hiroshi Shibata, die Wirkstoffe von Ginseng systematisch zu analysieren. Dabei konnten sie Ginsenoside als wichtige Inhaltsstoffe von Ginseng identifizieren. Bis zum Ende der 60er Jahre waren die Forscher damit beschäftigt, die chemischen Strukturen der Ginsenoside zu bestimmen. Lange Zeit galten sie als die hauptverantwortlichen Substanzen für die positiven Wirkungen von Ginseng auf die Gesundheit. Sie wirken in erster Linie beruhigend auf Nervenzellen ein, indem sie bestimmte Ionenkanäle von Kalzium-, Kalium- und Natriumionen beeinflussen. Sie verringern die Erregbarkeit von Nervenzellen, indem sie den Einstrom von Kationen hemmen.

Gintonin dagegen wirkt dagegen anregend und bildet damit das Yang zum Yin der Ginsenoside. Hierbei handelt es sich um Polysaccharide, die vorübergehend Ca2+-Kationen erhöhen und so eine Reihe von Signalwegen MAPK, PI3K, PKC und Rho-Kinase aktivieren. Gintonin enthält Lysophosphatidsäuren, die eine starke Affinität für an G- Protein-gekoppelte Rezeptoren haben.

In der TCM steht heute Ginseng an der Spitze der Heilpflanzen, denn es optimiert den Fluss der Lebensenergie, das „Qi“. Ein Mangel an „Qi“ gilt in der TCM als die häufigste Ursache und Auslöser von Krankheiten.

Gesundheit ist für TCM-Therapeuten der ausbalancierte Zustand, wenn die weiblichen Yin- Organe und die männlichen Yang-Organe mit den entsprechenden Funktionen des Körpers harmonisch zusammenarbeiten.

Neben Ginsenosiden und Gintonin enthält die „Zauberwurzel“ zahlreiche andere Inhaltsstoffen, die ebenfalls biologisch aktiv sind. Diese Stoffe können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken: Der Prozess ist als Entourage-Effekt oder Synergie bekannt.

Ginseng: Kaiserkraut

Herkunft von Ginseng

Und woher kommt Ginseng? Was ist das?


Ginseng wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 60 cm. Der „Wurzelstock“ besteht meist aus ein bis zwei Bündeln spindelförmiger oder zylindrischer Wurzeln. Die meisten biologisch Naturstoffe reichern sich in der Wurzel an.

Ginseng besiedelt Mischwälder und sommergrüne Laubwälder in den nordöstlichen, chinesischen Provinzen Heilongjiang, Jilin, Liaoning,[5] weiters den Norden Koreas und den südlichsten Teil der russischen Region Primorje. Darüber hinaus wird die Art in gemäßigten Zonen mehrerer Kontinente kultiviert.

In ganz Ostasien gilt Ginseng seit mindestens 5.000 Jahren als sagenhafte „Wunderdroge” mit fast magischen Eigenschaften. Noch heute umranken die Ginsengwurzel zahlreiche Legenden. Im Westen ist sie als das Geheimnis der Asiaten bekannt, die damit steinalt werden und gleichzeitig mental fit bleiben.

Die nachweislich günstigen Wirkungen der Naturstoffe im Ginseng werden im Wesentlichen – wie in vielen anderen Pflanzen – durch sogenannte „sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe“ ausgelöst. Diese Inhaltsstoffe stellen für den Ginseng einen wirksamen Schutzmechanismus gegen Fraßfeinde dar. Wird die schmackhafte Ginsengwurzel von Bergmäusen angefressen, produziert der Ginseng in kurzer Zeit eine große Zahl an bitter schmeckenden Ginsenosiden. Die Maus verabscheut bittere Stoffe und hört auf, die Wurzel zu fressen. Die Ginsengpflanze überlebt. Die gute Nachricht: Mit Ginseng kann man sich nicht „vergiften“ – die Wurzel trägt historisch betrachtet vielmehr zur allgemeinen Entgiftung bei.

Durch das Dämpfen der weißen Wurzel werden die Wirkstoffe zu „seltenen“ Ginsenosiden umgewandelt. Die Qualität des so erzeugten roten Ginsengs wird besonders hoch geschätzt. Dabei entwickeln sich aus chemischen Vorstufen eine größere Zahl pharmakologisch wirksamer Naturstoffe. Man weiß, dass die Behandlung mit Wasserdampf die Konzentration der wirksamen Inhaltsstoffe um den Faktor 3 erhöht. Gleichzeitig wird die frische Wurzel vor dem Verderben geschützt, da frischer Ginseng schnell zu schimmeln anfängt – siehe auch Wikipedia.

Ginseng: 2000 Jahre Erfahrungswissen
Die richtigen Ginsenoside
3 Farben von Ginseng

Stellenwert von Ginseng in der Schulmedizin

Von Ginseng hatte ich noch nie zuvor gehört. Warum hat es schulmedizinisch keinen Stellenwert, wenn es doch einen Nutzen hat?


Bedauerlicherweise wird westliches Qualitätsverständnis noch zu selten mit fernöstlicher Erfahrung verbunden. Der Brückenschlag zwischen dem Jahrtausende alten Medizinschatz Asiens und „state-of-the-art“ Naturprodukten mit streng kontrollierter Qualität nach europäischen Standards und medizinisch evidenzbasierter Wirkung ist in den Curricula westlich ausgebildeter Ärzte und Pharmazeuten kaum sichtbar.

Zu den medizinischen Einsatzgebieten von Ginseng, die sich auf Daten der klinischen Forschung stützen, zählen die Kräftigung und Belebung bei Schwäche und Erschöpfungszuständen sowie bei allen Zuständen mit verringerter Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit.

Für die supportive/palliative Therapie ist die Wirksamkeit von Ginseng auf Fatigue, Lebensqualität und infektiöse Komplikationen in Studien bestätigt worden – siehe onkopedia.

Die riesengroße Fülle potentiell bioaktiver Naturstoffe in tausenden Pflanzen hat zur Folge, dass bisher nur ein kleiner Teil systematisch untersucht und durch klinische Studien hinsichtlich ihrer Wirkung auf den Menschen geprüft wurden. Die Datenlage verlässlicher „in vivo“ Studien war in der Vergangenheit tatsächlich überschaubar, hat sich aber in der jüngsten Zeit deutlich verbessert.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Was ist eigentlich ein wissenschaftlicher Beweis, wenn es um Heilpflanzen mit komplexen Naturstoffen geht?

Abgrenzung zu Kokain

Da hast du allerdings recht. Wichtig ist ja vor allem zu wissen, was bewirkt wird und nicht unbedingt wie. Dazu gleich die nächste Frage: Ginseng macht mich also wacher, als ich eigentlich wäre. Ist das nicht ungesund für den Körper auf Dauer? Etwa wie Kokain?


Ganz im Gegenteil: Ginseng scheint günstig auf die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin einzuwirken, die auch als Wohlfühlhormone bekannt sind. Ganz allgemein verbessert Ginseng das Wohlbefinden, selbst wenn man nicht unter Stress steht. Als Adaptogen verbessert Ginseng nicht nur das Energielevel. Er fördert auch gesunden und erholsamen Schlaf.

Adaptogene sind Pflanzen mit Wirkstoffen, die harmonisierend auf den Körper wirken. Sie unterstützen die Homöostase, das sensible Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Prozessen, die gleichzeitig im Körper ablaufen. Das macht unseren Körper widerstandsfähiger gegen Stress und andere schädliche Einflüsse. Adaptogene gleichen die negative Folgen von Stress aus, ohne toxisch zu wirken.

Abgrenzung zu Koffein

Also ich gebe es zu. Ich war auch noch beim Kauf der 1. Ginseng-Dose sehr skeptisch bzgl. der Wirkung. Die Skepsis war nach der ersten Einnahme total weggeblasen. Boom. Ich habe gleich morgens nach dem Aufstehen zwei Kapseln Ginseng-Wurzelpulver genommen und lasse nun den Kaffee weg. Was ich so besonders finde ist, dass es nicht nur einfach wach macht. Denn wir wollen ja auch nicht nur wach sein. Wir wollen gerne konzentriert und fokussiert sein. Hier hilft mir Kaffee nicht so gut weiter. Ich werde zwar wach, aber gefühlt “unkontrolliert” in jede Richtung. Aber warum unterscheidet sich Ginseng denn von Kaffee so stark?


Koffein ist ein stimulierend wirkendes Alkaloid, das natürlich in Pflanzen wie Kaffee, Tee, Mate, Guarana und Kakao vorkommt. Koffein wird schnell und nahezu vollständig aus dem Verdauungstrakt aufgenommen, vom Blut aus überschreitet es schnell die Blut-Hirn-Schranke. Seine Wirkung zeigt sich etwa 15 Minuten nach der Einnahme und hält bis zu sechs Stunden an. Dabei stimuliert Koffein kurzfristig das Herz, das Zentralnervensystem und weitere Organe und verursacht auch eine Verengung der Blutgefäße im Gehirn. Koffein verbessert so kurzfristig kognitive Leistungen, etwa das Gedächtnis – allerdings nur geringfügig und nur dann, wenn diese zuvor durch Müdigkeit oder Langeweile gesenkt waren – siehe auch Steckbrief Koffein.

Die aufputschende Wirkung lässt schnell wieder nach und mit der Zeit tritt ein Gewöhnungseffekt ein – die Dosis muss erhöht werden, um denselben Effekt zu erzielen. Man kann es sich wie bei einem Lichtschalter vorstellen, den man in einem dunklen Keller betätigt: Schlagartig geht das Licht an, der Leistungspeak geht hoch – aber es findet keine Stabilisierung des erhöhten Energie-Levels statt. Stattdessen flacht die Leistungskurve schnell wieder auf das ursprüngliche Niveau ab.

Ausbalancierte, sanfte Leistungssteigerung wurde durch Ginseng über viele tausend Jahre als bewährtes Adaptogen vermittelt.

Klar ist: Ginseng enthält viele verschiedene Naturstoffe, deren Wirkungen sich im Gegensatz zu Koffein als einzelnem Molekül gegenseitig verstärken, aber auch modulieren und ausbalancieren können. Als Adaptogen unterstützt Ginseng die Homöostase des Körpers durch verschiedene Wirkmechanismen, die im Einzelnen nicht vollständig erforscht und verstanden sind.

Immer mit dabei die UWA (Unangenehme Nebenwirkungen)?

Und Nebenwirkungen sind natürlich auch wichtig zu kennen. Das bedeutet also, es kommt zu keinen unerwünschten Wirkungen?


Genauso ist es. Nebenwirkungen sind relativ selten und nur bei hoher Dosierung und/oder Anwendung über sehr lange Zeit beobachtet worden: Nervosität, Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder auch Durchfälle. Viel häufiger beobachten wir, dass manchmal unerkannte Krankheiten vorliegen, z.B. unerkannte Entzündungen, die der Ginseng mit seinen antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften „aufräumt“. Die Begleiterscheinungen werden dann fälschlich als „Nebenwirkungen“ bezeichnet, sind aber Anzeichen einer beginnenden Regeneration.

Wir wissen aus eigenen qEEG Messungen, dass sich die Ausschüttung von Neurotransmittern an bestimmten Stellen besonders nachhaltig erhöht, die für Fokus und Konzentration des Gehirns verantwortlich sind. Dazu zählen v.a. Noradrenalin, Acetylcholin und Dopamin. Gleichzeitig wird die Serotonin-Ausschüttung gebremst, was aktivitätserhöhend ist. Das passiert im Gegensatz zu sofort aufputschenden Einzelstoffen, wie Koffein, Kokain oder Metamphetamin aber deutlich sanfter und fast unmerklich.

Ginseng wirkt damit beruhigend und anregend zugleich: Gemeinsam sind die Wirkstoffe für die kraftvolle Aktion von Ginseng als Adaptogen verantwortlich. Wie der Name bereits sagt, kann ein Adaptogen unsere Anpassungsfähigkeit an äußere oder innere Störungen verbessern und zum Teil unterschiedliche Effekte erzeugen. So erhöht z.B. das Ginsenosid Rg1 den Blutdruck und wirkt zentral stimulierend, während das Ginsenosid Rb1 blutdrucksenkend und zentral dämpfend wirkt. Die immunstimulierende Wirkung von Ginseng ist durch experimentelle Untersuchung mehrfach belegt worden, wie auch die RNS- und Protein-Biosynthese.

Kokain dagegen ist eine definierte Einzelsubstanz und wirkt als starkes Stimulans. Es durchdringt leicht die Blut-Hirn-Schranke, wirkt auf das zentrale und vegetative Nervensystem und verengt die Gefäße. Kokain erzeugt zwar schnell starke Glücksgefühle, wird aber im Körper sehr rasch abgebaut: Nach einer Stunde ist nur noch die Hälfte vorhanden. So entsteht schnell das Verlangen nach mehr. Gleichzeitig führt die Substanz bereits nach kurzem Konsum zu einer starken Gewöhnung. In der Folge setzen die Nervenzellen immer weniger Dopamin frei und die Konsumenten konsumieren immer größere Mengen. Kokain kann je nach Menge und Konsumform sehr schnell psychisch abhängig machen.

Eines ist sicher: Eine psychische Abhängigkeit wurde die letzten 2.000 Jahren in Asien nicht beobachtet. Ginseng ist aufgrund klinischer Untersuchungen geeignet, das Leistungsvermögen, die Reaktionsfähigkeit und die Lungenfunktion des Menschen positiv zu beeinflussen. Und die allumfassenden Wirkungen von Ginseng lassen sich nicht auf wenige, einzelne Wirkstoffe reduzieren. Zahlreiche Wissenschaftler beschäftigen sich zwar damit, die einzelnen Komponenten der Ginsengwurzel und ihre Wirkungen zu bestimmen. Doch es gibt noch viel zu verstehen, wenn es um synergistische Wirkungen von Naturstoffen geht. Zu beachten ist, dass die Wirkung nicht schlagartig einsetzt, sondern längere Zeit braucht. Hier trifft das Zitat des griechischen Philosophen Aristoteles zu: „Das Ganze ist größer als die Summe seiner Teile.“

Gewöhnung an Ginseng?

Und was ist mit dem Thema Gewöhnung? Besteht die Gefahr abhängig zu werden? Muss ich es jeden Tag einnehmen oder sogar die Dosis steigern?


Die Gefahr einer Abhängigkeit bei Ginseng Einnahme besteht grundsätzlich nicht. Ginseng ist sehr sicher in der Anwendung und es tritt auch bei dauerhafter Verwendung keine Gewöhnung ein.

Die FDA (US-Zulassungsbehörde für Arzneimittel) rät von einer dauerhaften Einnahme von Ginseng ab. Grund hierfür ist, dass alle namhaften klinischen Studien mit Ginseng maximal 3 Monate liefen. Klinische Langzeitdaten für Ginseng-Anwendungen liegen der Behörde nicht vor. Es ist allerdings zu bedenken, dass Wild-Ginseng über 2.000 Jahre von Asiaten Teil der täglichen Ernährung war. Noch heute finden sich in der fernöstlichen Küche Rezepte für „Ginseng-Hühnchen“ oder Ginseng-Suppen. Die tägliche Zufuhr betrug in frühen Zeiten ein Vielfaches der heute empfohlenen Tagesdosen, ohne dass von nennenswerten Nebenwirkungen berichtet wurde.

Ich empfehle die tägliche Einnahme von Ginseng in Kapselform über einen 12- Wochen Zeitraum mit einer anschließenden „Ruhepause“ von 4 Wochen. Es hat sich gezeigt, dass auf diesem Weg positive Effekte für Körper, Geist und Seele erreicht werden – aktiviertes „Qi“ und wirksame Prävention für ein langes, aktives und gesundes Leben. Ich bin großer Fan von Langlebigkeit, wenn Körper und Geist gesund bleiben: Ginseng ist für mich das erfolgreichste und am längsten getestete Prophylaktikum, das in unspezifischer Weise (ohne „Tschakka Lakka“) die Abwehrbereitschaft unseres Organismus gegenüber Umwelteinflüssen und äußeren Reizen erhöht und gleichzeitig die Anfälligkeit für Krankheiten verringert.

Dosierung

Ich habe es natürlich im Freundeskreis gleich empfohlen. Manche sind total begeistert, andere indifferent. Nachteilig war es für niemanden. Warum ist das so?


In vielen tausend Jahren hat sich in der Erfahrungsmedizin herauskristallisiert, welche Pflanzen günstig für den menschlichen Organismus sind, heilende Wirkung versprechen und welche man tunlichst meiden sollte. Dabei wissen wir spätestens seit Paracelsus, dem berühmten Arzt, Alchemist und Astrologen: „Dosis sola facit venenum“ – die Dosis macht das Gift. Und bei Ginseng müsste man schon ganze Wurzelberge verzehren, um akut toxikologische Wirkungen auszulösen. In 2.000 Jahren ist von keiner Vergiftung mit Ginsengwurzeln berichtet worden – vielleicht auch, weil die Wurzel lange wertvoller als Gold und damit zu teuer war.

Wer sollte Ginseng nicht zu sich nehmen?

Bluthochdruck- und Diabetes-Patienten sowie Personen, die gerinnungshemmende, d.h. blutverdünnende Mittel einnehmen, sollten ihren Arzt konsultieren.

Schwangere und Kinder unter 18 Jahren sollten auf Ginseng-Produkte verzichten, da keine klinischen Daten für diese Personengruppen vorliegen.

Wirkweise und Schulmedizin

Okay. Ginseng. Alles klar – ich bin mittlerweile überzeugt. Ich denke auch, wir müssen uns davon verabschieden, nur weil wir eine Wirkweise nicht ganz verstehen, das als “nicht wissenschaftlich” oder als “nicht schulmedizinisch” leichtfertig abzulehnen. Früher wussten wir auch nicht, dass die Erde eine Kugel ist …


Ja, da sind wir ganz auf einer Linie: Unser Anliegen ist es, westliches Qualitätsverständnis mit fernöstlicher Erfahrung zu verbinden, ohne „faule“ Kompromisse einzugehen. Für uns ist es kein Widerspruch, sondern vielmehr Ansporn, traditionelle Heilpflanzen aus dem alten Medizinschatz Asiens als „state-of-the-art“ Naturprodukte mit streng kontrollierter Qualität nach europäischen Standards und medizinisch evidenzbasierter Wirkung weiterzuentwickeln.

Warum manche sekundären Pflanzenstoffe heilsame Wirkung beim Menschen zeigen und andere nicht, bleibt das „Geheimnis der Natur“.

 

Produkt HiQ-Ginseng

So jetzt noch ein Geständnis. Nachdem mich Ginseng überzeugt hat, habe ich es natürlich gegoogelt und mal bei amazon eingegeben. Hier gibt es ja zahlreiche Anbieter. Was macht denn jetzt dein Produkt so besonders?


Unser Ginseng wächst mit Hilfe von Cutting-Edge-Technologie in einer Aqua-Kultur unter Reinraumbedingungen. Ein von der EU Kommission gefördertes Nachhaltigkeits-Projekt hat zu einer hydroponischen Zuchtmethode geführt, die den Ginseng schneller, stärker und reiner als je zuvor heranwachsen lässt. Diese Art des Anbaus garantiert ein absolut reines Wurzelpulver mit extrem hohem Wirkstoffgehalt. Darüber hinaus ist dieser Ginseng wesentlich umweltfreundlicher, zum einen durch den niedrigen CO2-Fussabdruck bei der Herstellung, zum anderen durch die kurzen Transportwege in Europa. Dieser rundum nachhaltige Weg darf ohne Übertreibung als Durchbruch in der Kultivierung von Arzneipflanzen gesehen werden.

Oder wie es Prof. Robert Fürst, Leitender Direktor Pharmazeutische Biologie, Goethe-Universität Frankfurt/Main formuliert: „Aqua-Kultur erscheint wie eine stille Revolution im pharmazeutischen Arzneipflanzen-Anbau: Erstmals gibt es in Europa Ginseng in bisher unerreichter Reinheit.“

Das Tüpfelchen auf dem „i“ bei unserem Ginseng ist, dass wir ausschließlich auf vegane Kapseln setzen und auf eine nachhaltige Verpackung aus nachwachsenden Rohstoffen: Das natürliche Material der Dose entsteht aus Holzchips der Papierindustrie (ein Nebenprodukt) und lässt sich durch industrielle Kompostierung in nur 4 Wochen komplett zurück zu Humus umwandeln.

Damit sind wir der erste Ginseng-Hersteller in Deutschland, der seine Produkte vollständig nachhaltig verpackt. Selbst beim Entsorgen der Dose müssen unsere Kunden kein schlechtes Gewissen mehr haben – obwohl wir meinen, dass die Dose einfach zu schön für den Abfall ist.

HiQ Ginseng ist damit der erste und einzige, ultrareine Vollspektrum-Ginseng in Arzneibuch-Qualität aus nachhaltiger EU-Aqua-Kultur.

Guter Ginseng war in der Vergangenheit schon immer teuer. Unterdosierte Produkte, qualitativ geminderte Extrakte und Wurzeln ungewisser Herkunft bis hin zur Fälschung sind keine Seltenheit im schlecht regulierten Markt der bunten Nahrungsergänzung – und erkennbar an ihrem niedrigen Preis. Der genaue Blick auf die Verpackung entlarvt oft sehr schnell die Minderqualität. Meist fehlen weitere Informationen und auf Anfragen wird nicht reagiert.

HiQ-Ginseng
Wer auf TOP Qualität, sicheren Anbau und verlässliche Qualitätskontrolle zusammen mit nachhaltigem Anbau setzt, ist bei HiQ-Nature genau richtig. Ich bin davon überzeugt, dass meine persönliche Tagesdosis „Langlebigkeit“ den Preis eines leckeren Espresso wert ist.

FAZIT

HiQ Ginseng ist

  • Sicher
  • Reiner
  • Stärker
  • Natürlich
  • Nachhaltig
  • Kontrolliert

Die Eigenschaften von HiQ-Ginseng lassen sich so zusammenfassen:

  • 100% roter koreanischer Panax Ginseng C.A. Meyer mit Analysen-Zertifikaten von akkreditierten Laboren
  • Ohne Pestizide, Herbizide & Fungizide, frei von Umweltgiften und Schwermetalle, sicherer Anbau in Europa mit kurzen Transportwegen
  • Hoher Gehalt sog. seltener (=pharmakologisch wirksamer) Ginsenoside, vergleichbar mit dem ausgestorbenen Wild-Ginseng, 7fach stärker konzentriert
  • Gemahlenes und traditionell gedämpftes Wurzelpulver in HPMC-Kapseln ohne Zusatzstoffe, vegan, lactosefrei, fructosefrei, histaminarm, ohne Zusatzstoffe oder Fließhilfsmittel, mikroplastikfrei
  • Vollständig zu 100% kompostierbare Dose und Deckel aus nachwachsenden Rohstoffen = Holz-Chips, einem Nebenprodukt der finnischen Papierindustrie, zertifiziert nach EN 13432.
  • Verpackung aus FSC zertifiziertem Karton, klimaneutraler Druck ohne künstliche Farbeffekte
  • Vollspektrum-Ginseng aus der ganzen Wurzel, nicht extrahiert, in der natürlichen und vollständigen Matrix verarbeitet
  • Arzneibuchqualität nach Ph.Eur. mit GMP Qualitätskontrollen und geprüft in klinischen EU-Studien

Wir bieten interessierten Ärztinnen und Ärzten, Apothekerinnen und Heilberuflern sehr gerne weiterführende Informationen und individuelle Bezugsmöglichkeiten an.

Kontakt

Referenzen:

Ginseng Reloaded – Die Rückkehr der magischen “Zauberwurzel”: Nachhaltige & ultrareine Urkraft aus der Natur
von Dr. Thomas Lettmann und Dr. Torsten Schmidt-Bader, Kindle Ausgabe, € 2,99

HiQ-Ginseng

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